JLU Logo

Institut für Pharmakologie und Toxikologie • Fachbereich Veterinärmedizin

Der MDR1-Defekt beim Hund bedingt eine multiple Medikamentenüberempfindlichkeit

 
PgVet Logo s

 

Home

MDR1-Defekt bei Hunden
Übersicht
MDR1 und Blut-Hirn-Schranke
Betroffene Rassen
Diagnostik
 Auftragsformular PDF drucken
 Auftragsformular PDF interaktiv
Was sagt mir der MDR1-Befund
Kritische Arzneistoffe
MDR1-Defekt und Zucht
Publikationen
Informationen für Tierärzte PDF
Vigilanzsystem:
Meldung unerwünschter
Arzneimittelwirkungen
und Narkosen

TransMIT

Arbeitsgruppe Prof. Geyer
Forschung und Publikationen
Forschungsprojekt Wildkatze
Lehre
Veranstaltungen
Kontakt
Personal
Geschichte
Praktikum USA

 

Betroffene Rassen

In den ersten Jahren der Forschung zu dem MDR1-Gendefekt des Hundes war nur der Collie als Träger dieses Gendefektes bekannt. Mittlerweile wurden weltweit jedoch mehr als 20000 Hunde auf diesen Gendefekt untersucht. Dabei zeigte sich, dass neben dem Collie noch viele weitere Hunderassen und auch Mischlingshunde betroffen sind (siehe Tabelle 1). Für den behandelnden Tierarzt ist daher praktisch nicht zu erkennen, ob ein individueller Hund von dem MDR1-Defekt betroffen ist oder nicht. Daher wird empfohlen vor dem Einsatz relevanter MDR1-Arzneistoffe (s.u.), den MDR1-Genstatus des Hundes zu bestimmen. Dies erfolgt durch ein molekulargenetisches Diagnoseverfahren ausgehend von einer Blutprobe des Hundes; eine äußerliche Erkennbarkeit dieses Gendefektes gibt es nicht.

Rasse

Allel (%) MDR1 (-)

Collie, Kurzhaar

68

Collie, Langhaar

55-57

Longhaired Whippet

42-65

Australian Shepherd, Miniature

20-50

Shetland Shepdog

7-35

Silken Windhound

18-30

Australian Shepherd

17-46

McNab

17-30

Wäller

17-19

Weißer Schäferhund

14

Old English Sheepdog

1-11

English Shepherd

7-15

Deutscher Schäferhund

6-10

Border Collie

1-2

Hütehund Mischling

6-7

Mischling (unspezifizert)

2-7

Tabelle 1: Vorkommen des MDR1-Defektes in verschiedenen Hundesrassen


« »

 

 

 

Redaktion
Christoph Zimmermann
10.04.2012 13:04
Haftungsausschluss

©2010 Prof.Dr.J.Geyer, Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Fachbereich Veterinärmedizin,
Justus-Liebig-Universität Gießen, BFS, Schubertstraße 81, 35392 Gießen, Germany.
Telefon: +49 641 99-38411 oder 99-38418; Fax: +49 641 99 38419.

 
lin5