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Die Vorbereitung des Patienten beeinflusst die Untersuchungsergebnisse. Es empfiehlt sich, Patienten 10 bis 12 Stunden vor einer Blutentnahme nüchtern zu halten. Unmittelbar vor der Blutentnahme sollte der Patient keine körperlichen Anstrengungen vollbracht haben und die Entnahme sollte in Ruhe und zügig durchgeführt werden.
Zur Vermeidung einer Hämolyse darf die Vene vor der Punktion nur kurz gestaut werden. Um sterile Proben zu gewinnen, sollte ein geschlossenes Blutentnahmesystem eingesetzt werden. Ein starker Unterdruck in der Spritze ist zu vermeiden, um die Erythrozyten nicht zum Platzen zu bringen. Bei Verwendung eines Gerinnungshemmers das Röhrchen nach der Blutentnahme vorsichtig schwenken, nicht schütteln. Die zur Blutentnahme benutzten Kanülen müssen entfernt werden (Verletzungsgefahr). .
Die jeweils geeigneten Probenmaterialien (Serum, Plasma, Vollblut u.a.) und die erforderlichen Probenmengen sind im Verzeichnis der Leistungen (Untersuchungsspektrum) angegeben. .
Nach Gerinnung von Fibrin und Abtrennung der zellulären Blutbestandteile entstehender flüssiger Anteil des Blutes (Plasma ohne Fibrin).
Die Zeit bis zum Eintritt der Gerinnung ist unterschiedlich lang in Abhängigkeit von Tierart und Individuum. Zur Serumgewinnung sollte das Blut bis zur vollständigen Gerinnung in einem Gefäß ohne Gerinnungshemmer bei Raumtemperatur stehen bleiben. Durch Gerinnungshilfen (z.B. Röhrchen mit Kügelchen) kann der Vorgang beschleunigt werden. Anschließend 10 - 15 Minuten bei etwa 1000 x g abzentrifugieren und Serum vorsichtig abpipettieren. Die Ausbeute bei Serum beträgt etwa ein Drittel.
Serum zum Nachweis antiviraler Antikörper ist bei richtiger Lagerung relativ stabil. Es kann kurzfristig (1-3 Tage) bei 4-8°C und längerfristig bei -20°C aufbewahrt werden. Wichtig ist die Sterilität der Probe sowie die vollständige Abtrennung der zellulären Blutbestandteile.
Flüssiger zellfreier Anteil des durch den Einsatz von Antikoagulantien ungerinnbar gemachten Blutes.
Plasma ist leichter zu gewinnen als Serum bei einer größeren Ausbeute. Es besteht eine geringere Gefahr der Hämolyse, sofern das Verhältnis Gerinnungshemmer zu Probe beachtet wird (Röhrchen bis zur Markierung füllen). Die Röhrchen unmittelbar nach Entnahme vorsichtig schwenken, nicht schütteln, um das Antikoagulans zu lösen und zu verteilen. Daran anschließend das Blut 5 - 10 Minuten bei etwa 1000 x g zentrifugieren und den Überstand gewinnen.
Plasma hat für virologische Laboruntersuchungen nur einen beschränkten Einsatzbereich (z.B. Virusnachweis bei zellfreier Virämie). Als Antikoagulantien eignen sich Na/K EDTA bzw. Heparin (Li-Heparinat).
Vollblut ohne Gerinnungshemmer sollte nicht eingesandt werden, da es unweigerlich zur Hämolyse kommt. Stark hämolytische Serumproben zeigen beim Einsatz in Untersuchungsverfahren, die mit Indikatorzellen arbeiten häufig Toxizität.
Alle Untersuchungsverfahren, die eine Präparation von peripheren Blutleukozyten erfordern, setzen die Einsendung gerinnungsgehemmter Blutproben voraus. Hierzu zählen insbesondere Verfahren zum Nachweis zellassoziierter Viren in Blutproben.
Als Gerinnungshemmer können Na/K EDTA oder Li-Heparinat verwendet werden.
Gerinnungsgehemmte Blutproben sollten umgehend und gekühlt an das Labor gesandt werden. Falls nicht anders möglich können die Proben kurzfristig bei 4 - 8°C gelagert werden. Proben nicht einfrieren!
Für die meisten serologischen Untersuchungen werden etwa 0,5 ml Serum benötigt. Für den Nachweis von Viren aus Blutproben sollten 1 bis 10 ml gerinnungsgehemmtes Vollblut eingesandt werden.
Bei Untersuchungsverfahren, die mit Indikatorzellen arbeiten (z.B. Serumneutralisationstest, FAVN-Test u.a.), kann es als Folge toxischer Einflüsse des Probenmaterials zum Absterben der Zellen kommen. Solche Tests sind u.U. nicht auswertbar. Die Ursachen für die Toxizität können vielfältig sein. Mögliche Störfaktoren sind starke Hämolyse, Lipämie, Ikterus sowie Medikamente. Es wird empfohlen, Patienten vor der Probenentnahme für 10 bis 12 Stunden nüchtern zu halten. Sofern nicht krankheitsbedingt erforderlich sollten dem Patienten vor der Probennahme keine pharmakologisch wirksamen Substanzen verabreicht werden.
