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Zur Vermeidung einer Hämolyse darf die Vene vor der Punktion nur kurz gestaut werden (max. 30 Sek.). Um sterile Proben zu gewinnen, sollte ein geschlossenes Blutentnahmesystem eingesetzt werden. Ein starker Unterdruck in der Spritze ist zu vermeiden, um die Erythrozyten nicht zum Platzen zu bringen. Ebenfalls sollten keine zu feinen Kanülen verwendet werden (beim Erwachsenen > Nr. 12). Die zur Blutentnahme benutzten Kanülen müssen umgehend entsorgt werden (Verletzungs- und Infektionsgefahr). Aus dauerhaften venösen oder arteriellen Zugängen soll kein Blut entnommen werden. Bei der Entnahme aus der Armvene nicht Klopfen und nicht Pumpen (ballen bzw. öffnen und schließen der Faust). Für die Gewinnung von Plasma Röhrchen mit Gerinnungshemmer bis zur Markierung füllen und durch Schwenken vorsichtig durchmischen.
Die Liquorentnahme muss unter streng aseptischen Kautelen erfolgen. Arzt und Assistenzpersonal sollten zur Vermeidung einer Tröpfcheninfektion eine OP-Schutzmaske tragen. Die Punktionsstelle muss sorgfältig desinfiziert werden. Die Liquorpunktion erfolgt nach Lokalanästhesie an der lumbalen Einstichstelle, i.d.R. zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbel. Nach Punktion mit einer Liquorkanüle wird die diagnostisch übliche Menge (> 10ml) an Liquor entnommen.
