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Für Antikörperbestimmungen sollte möglichst Blutserum eingesandt werden. Für die entsprechende Untersuchung wird jeweils 0,5ml Serum benötigt.
Die Zeit bis zum Eintritt der Gerinnung kann von Patient zu Patient variieren (30-60 Min.) Zur Serumgewinnung sollte das Blut bis zur vollständigen Gerinnung in einem Gefäß ohne Gerinnungshemmer bei Raumtemperatur stehen bleiben. Durch Gerinnungshilfen (z.B. Röhrchen mit Kügelchen) kann der Vorgang beschleunigt werden. Anschließend soll die Probe ca. 10 - 15 Minuten bei etwa 1000 x g zentrifugiert und das Serum vorsichtig abpipettiert werden. Die Serumausbeute beträgt etwa ein Drittel des Vollblutvolumens. Serum zum Nachweis antiviraler Antikörper ist bei richtiger Lagerung relativ stabil. Es kann kurzfristig (1-3 Tage) bei 4-8°C und längerfristig bei -20°C aufbewahrt werden. Wichtig sind die Sterilität der Probe sowie die vollständige Abtrennung der zellulären Blutbestandteile.
Vollblut ohne Gerinnungshemmer sollte nicht eingesandt werden, da es unweigerlich zur Hämolyse kommt. Stark hämolytische Serumproben zeigen beim Einsatz in Untersuchungsverfahren, die mit Indikatorzellen arbeiten, häufig Toxizität (s.u.).
Plasma eignet sich in Ausnahmefällen zur Bestimmung des Antikörpertiters im Serumneutralisationstest, wenn keine Serumprobe zur Verfügung steht. Für die entsprechende Untersuchung wird jeweils 0,5ml Plasma benötigt.
Plasma wird aus gerinnungsgehemmtem Vollblut gewonnen. Als Gerinnungshemmer eignen sich Heparin oder EDTA. Das Plasma kann sofort nach der Entnahme durch Zentrifugieren gewonnen werden (ca. 10 Min. bei 1000 x g). Es kann kurzfristig (1-3 Tage) bei 4-8°C und längerfristig bei -20°C aufbewahrt werden. Wichtig sind die Sterilität der Probe sowie die vollständige Abtrennung der zellulären Blutbestandteile.
Entsprechend dem Entstehungsort und der Richtung des Liquorflusses ist "Lumbal"-Liquor nicht für alle Hirnbereiche repräsentativ. Zu den mittels Liquor-Diagnostik zugänglichen Hirnarealen zählen insbesondere die Hemisphären, Stammganglien, subpontine Teile des ZNS, Kleinhirn und basale Rinde.
Bei der Liquorentnahme muss sichergestellt werden, dass sich keine Blutbeimengungen in der Probe befinden. Selbst geringe Mengen von Blut oder Blutbestandteilen können das Ergebnis der Liquoruntersuchung verfälschen.
Liquor muss in nativer Form grundsätzlich so schnell wie möglich in das Labor transportiert werden. Für die serologische Untersuchung sollte der Liquor bei 4 – 8°C transportiert bzw. gelagert werden. Liquorzellen können durch Zentrifugation bei 200g für 10Min (4-8°C) pelletiert werden. Der Überstand wird steril abgenommen und in ein frisches Röhrchen überführt.
